21.8.11

Potsdamer Schlössernacht 2011

Die Potsdamer Schlössernacht findet jedes Jahr im August statt, beginnt am späten Nachmittag, dieses Jahr bei herrlichem Sonnenschein und ausgeprägtem Mückenflug, und endet nach Mitternacht mit einem wunderschönen Feuerwerk.

Schloß Sanssouci von der Parkseite. Die im Sommer meistens offenstehenden Glastüren sind der Abschluß von kleinen Nischen, in denen Feigenbäumewachsen.
Bei Kälte hat dann jeder Feigenbaum sein eigenes Treibhaus.



Am Springbrunnen kann man ungefähr erkennen, wie voll es am Beginn schon war.


1 ct für jedes Foto, was an dem Abend gemacht wurde, und ich wäre reich!


Die Beete waren schön bepflanzt, bei meinen bisherigen Sanssouci - Besuchen war ich immer etwas enttäuscht, weil es nur grüne Wiesen gab.
Dieses würde ich auch als Sommer- Pavillion nehmen, das chinesische Haus.


Es erstrahlte im schönsten Glanz, die Lichtverhältnisse waren günstig, die Sonne ging gerade unter.






Und hier könnte man dann sein Tässchen Tee trinken, aus feinstem Porzellan...


Im ganzen Park hat man immer wieder Leute gefunden, die gekleidet waren wie diese hier.


Das hatte manchmal etwas Flash- mob -artiges. Auf einmal standen mehrere Leute zusammen und fingen an, eine Theaterszene aufzuführen oder zu singen. Die Dame oben und der Herr unten haben einige Duette zum Besten gegeben.


Je nach Lust und Laune bleiben die Leute stehen oder gehen weiter.


Am Besten waren die beiden Edeldamen, die einen Herrn ansprachen, d.h. die eine sprach in an im Auftrag ihrer Freundin. Als sie meinte, der Herr dürfe jetzt ihrer Freundin die Reverenz erweisen, sah man deutlich die Fragezeichen auf seiner Stirn. Als er noch einmal dazu aufgefordert wurde, kam von ihm ein deutliches "Tach auch".
Und in dem riesigen Park gab es dann immer noch Fleckchen, an denen nur wenige Menschen zu finden sind.

Die Park- Gärtnerei konnte man auch besichtigen. Sehr schön fand ich die Spinnenblume, die kannte ich bis dahin noch nicht, und der Mangold mit den bunten Stielen hatte es mir auch angetan.
Und dann kam die Dunkelheit. Erste Ermüdungserscheinungen an den Füssen traten auf.
Das Neue Palais mit einem der beiden Springbrunnen davor




Und dann der Versuch, Sanssouci by night zu fotografieren.


Das Feuerwerk um 00:30 war ein schöner Abschluss, der Heimweg problemlos, der Shuttlebus zum Parkplatz gut durchorganisiert. Kurz nach 2 waren wir zu Hause, müde, aber guter Stimmung.

13.8.11

Der 13. August

Heute vor 50 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut.
Falls sich jemand informieren möchte (oder das Interesse der Jugendlichen wecken möchte):
http://www.chronik-der-mauer.de/

24.7.11

Lazy Katy

Man könnte es auch das "Ich bin mal 3 Tage weg"- Tuch nennen.
Ich hatte es im Auto auf der Hinfahrt letzten Montag angeschlagen mit Noro Kureyon Sock Yarn und habe die letzte Masche gestrickt, als wir am Donnerstag auf dem Berliner Ring angekommen sind. Abgehäkelt habe ich dann doch lieber zu Hause.
Lazy Katy ist ein Design von Birgit Freyer

Ausflug zum Rhein

Den Besuch bei meinen Eltern hatten wir genutzt, um einen Ausflug zum Rhein nach Bingen zu machen.
Wir fuhren also auf den Rochusberg und besichtigten die Rochuskapelle.
Für eine Kapelle recht groß, fand ich. Auf dem Bild oben ist die rückwärtige Seite der Kapelle zu sehen, unten eine Innenansicht.
Wunderschön ist der Blick ins Rheintal, dieser ist der Favorit meines Vaters...


..und dieser hier der Favorit Johann Wolfgang von Goethes gewesen. Auf der anderen Seite sieht man Rüdesheim und das Niederwalddenkmal.
Ehrlich gesagt, die Wahl meines Vaters gefällt mir besser als die Goethes.

Links oben neben der Blattranke kann man das Niederwalddenkmal. sehen. Mit Hilfe des Zooms noch mal etwas deutlicher, aber wie alle Denkmäler oder Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigen möchten, ist auch dieses eingerüstet.
Nach dem Spaziergang auf der Höhe folge ein Spaziergang direkt am Wasser, auf der anderen Seite sieht man Lorch.
Und als Abschluss des Tages waren wir essen im "Hildegardishof" in Bingen- Bingerbrück.
Dort gibt es einen Keller mit Fässern, die mit Schnitzereien verziert sind.
Hildegard von Bingen ist natürlich ein Motiv..
..die Mainzer Hofsänger (es gab noch einige karnevalistische Motive)...
..aber auch historisches, wie zum Beispiel die deutsche Wiedervereinigung.
Die Gesamtansicht des Kellergewölbes, es sind ca. 30 Fässer, jedes mit einem Fassungsvermögen von 1200 l.

17.7.11

Topflappen!!!

Ich habe ein Erbstück von Oma, bei dem ich mir immer noch mal vorgenommen hatte, das Muster herauszufinden.
Ans Auftrennen hatte ich mich nicht so recht rangetraut, nun werden die guten Stücke auch schon seit einigen Jahren benutzt. Sie sind eigentlich optimal als Topflappen. Auch eine Art Double face Häkelei.
Nun habe ich Ravelry bemüht und tatsächlich das Muster gefunden, mit guter Anleitung, und zwar hier.
Da nennen sie sich "Topflappen hot and cold" und werden, wenn man die Catania Farbpalette befragt, zum wahren Häkel- Suchtmittel.
Eine Version in Grün ist entstanden, die werden übernächste Woche verschenkt.



und dann noch die klassisch- blaue Version, die wird heute Abend fertig gestellt, die bekommt morgen meine Mutter.

Dann könnte ich mir ja auch mal ein Paar machen. Ehrlich gesagt, die Farbwahl ist schon getroffen. Aubergine mit naja, sagen wir, giftgün.

Die Rosen

Schäden an den Rosen gab es nach dem langen Winter. Die wurden jetzt behoben, einmal mit einer neuen Kletterrose mit Namen "That's Jazz". Ein unglaubliches Rot. Ich hoffe, sie fühlt sich wohl an der Stelle.
Und bei der Suche nach der Klettterrose lief uns "Leonardo da Vinci" über den Weg. Eine "historische"Rose.
Sie hat uns so gut gefallen, dass wir doch tatsächlich noch ein Plätzchen im Garten gefunden haben.

10.7.11

Samstags im Museum

Genauer gesagt im Musikinstrumentenmuseum in Berlin.
Wir wollten endlich mal die Wurlitzer Kinoorgel hören, und die wird nun mal immer nur am Samstag um 12 vorgeführt. Vorher gab es noch eine Führung durchs Museum, und weil man in Berlin ist, ging die hier los:
Ich hätte nie gedacht, dass sowas noch gebaut wird. Für den modernen Leierkastenmann gibt es die sogar statt mit Papierwalze mit Speicherkarte.
Die Führung war spannend und kurzweilig, nicht zuletzt wegen der vielen Klangbeispiele. Diese wunderschöne Gray Orgel konnten wir hören

und wir standen schwer beeindruckt vor den Flöten aus dem Besitz Friedrichs des Großen.

Die schwarze ist aus Ebenholz, die weiße nicht aus Elfenbein, wie man vermuten könnte, sondern aus Walroßzahn.
Die Führung endete damit:

Das kleine weiße in der Mitte ist der Spieltisch der Mighty Wurlitzer, im dreiteiligen Überbau sind Pfeifen und Schlagwerke.
Die Orgel stand in der Siemens- Villa in Berlin Lankwitz, die Villa wurde in den 1920er Jahren mit Konzertsaal gebaut. Die Orgel ging dann später an das Musikistrumentenmuseum.
Auf der Rückseite der Galerie kann man die Schlagwerke in Aktion sehen

Ein unglaubliches Instrument.
Apropos unglaublich, nach der Führung sind wir dann noch ein bisschen durch das Museum geschlendert, und da haben wir noch andere unglaubliche Sachen gefunden.
Zum Beispiel ein Orthotonophonium
Oder wie wäre es mit einer Multimonika von der Firma Hohner?


Oder einem Trautonium?

Einen schicken Synthie aus den 1970ern war auch noch im Angebot.

Aber dann kam es.
Das Muss für jede Freundin der Nadelarbeit.
Ich habe es erst gar nicht gesehen, meine Jungs haben mich darauf aufmerksam gemacht.
Aus Deutschland, 19. Jahrhundert.

Das NÄHTISCHKLAVIER
Man kann sich nun überlegen, ob die Schublade mit dem Stickzeug erst aufgeht, wenn man eine halbe Stunde geübt hat?

6.7.11

Maxilie am Fahrradschuppen

Sieht sie nicht toll aus? Das war das Tücherrausch- Abo vom Monat Mai- Maxilie, gestrickt aus ca. 90 g Victoria (100% Merino)Es hätte ja etwas schneller fertig sein können, wenn ich mich nicht so dämlich angestellt hätte. Bei dem Tuch wird erst in kurzen Reihen die Spitze gestrickt, also quer, und dann werden aus einer langen Seite der Spitze die Maschen für das Innenteil aufgenommen und mit entsprechenden Abnahmen zum Dreieck gestrickt. Die ersten Reihen sind lang, sehr lang. nach da. 20 Reihen habe ich festgestellt, dass ich von der Spitze die linke Seite oben hatte. Egal, es sah blöd aus, ich habe getrennt, neu aufgenommen, und habe mich- da war ich schon weit, da hatte ich von den 2hundertindiesiebzig Maschen nur noch 99 auf der Nadel- festgestellt, dass sich die Zacken der Spitze gar nicht so schön sehen lassen. Was auch kein Wunder war, denn ich hatte die Maschen an genau dieser Seite aufgenommen.
Da allerdings hat es mich meine Beherrschung gekostet, noch mal anzufangen. Aber es hat sich gelohnt, wie das alte Kummet am Fahradschuppen zeigt.

Dann habe ich mir noch ein paar Stulpen für die kalte Jahreszeit gemacht. Yara, auch von Birgit Freyer entworfen.

26.5.11

Besuch in Prag

Ein paar Bilder von meiner Prag- Kurzreise möchte ich zeigen. Es ist das zweite Mal, dass ich in Prag bin, und die Stadt gefällt mir wieder ausgesprochen gut. Nun war auch bis heute Abend Bilderbuchwetter.
Dieses hier ist der Wenzelsplatz, breiter Mittelstreifen mit schön angelegten Grünflächen, in den Häusern Läden für shopping ohne Ende, viel Trubel, hinten das Nationalmuseum mit dem Denkmal davor, ein Pferd mit dem heiligen Wenzel aus Böhmen darauf.


Ein zeitgenössischer Künstler kam auf die Idee, das alles etwas, nun, sagen wir, umzustrukturieren und hat das daraus gemacht:
Dieses ist zu finden in den Lucerna- Passagen, ein großes Gebäude, das der Urgroßvater von Vaclav Havel Anfang des 20. Jahrhunderts hat bauen lassen. Es gab einen großen Musiksaal darin, ein highlight, das dort stattgefunden haben, war Anfang der 1920er Jahre ein Konzert des New York Philharmonic Orchestra unter Toscanini.
Das andere Highlight war ein Louis Armstrong Konzert im Jahr 1965.

Eine andere Schöpfung dieses Künstlers sind 3 dieser überdimensionalen gesichtslosen Babies.
Ich fand sie nicht so prickelnd, es heißt, die hätten früher mal an einem Turm außen als kletternde Babies gehangen, da haben sie bestimmt nicht so bedrohlich gewirkt.

Aufgefallen ist mir auch dieser Eisenzaun, an dem man Vorhängeschlösser gesammelt hat.

Das hier ist die Idylle pur, wenn die hier nicht diese entsetzlichen amerikanischen Martinshörner hätten, die man immer irgendwo hört, wäre es perfekt. Im Hintergrund ist die Karlsbrücke, bei meinem ersten Besuch war sie eingerüstet. 2002 gab es eine Flut, da waren von den Statuen auf der Brücke nur noch die Spitzen zu sehen, der Rest war unter Wasser.


Und nach einem schweißtreibenden Spaziergang auf die Burg bei 26° nach 18 Uhr und einem schönen Abendessen mit Klosterbier musste ich beim Abstieg noch ein paar "by night" Fotos versuchen.






22.5.11

Meine Häkelarbeit

Das Tuch aus Catania Fine ist gewachsen. Ich hatte am Anfang ein bisschen Schwierigkeiten, wenn ich ein Patch an die vorherigen andocken wollte. Aber nun ist der Groschen gefallen und die Anleitung liegt nur noch pro forma daneben.
Hat jemand Erfahrung, was das häkeln bei Bahnfahrten angeht?

9.5.11

Ambrosia

Das war das Muster des Tücherrausch- Abos im Monat April von Birgit Freyer.

Ich habe das Lace- Garn von Regia dazu benutzt in der Farbe Jaspis. Ich finde es wunderschön, obwohl ich beim Stricken gegen Ende doch etwas nervös wurde, ganze 10 m sind von dem Knäuel übrig geblieben.
Egal, das beschleunigt den Endspurt.



8.5.11

gehäkeltes







mausimom und ich, wir haben beschlossen, dass wir das Tuch aus Catania fine, das man als freebie hier finden kann, mal beide häkeln. Witzigerweise haben wir beide unabhängig voneinander beschlossen, dass wir das nicht in weiß wollen und haben beide die Farbe "Leinen" gewählt. Es ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, aber es ist ein Anfang.