14.9.08

Tag des offenen Denkmals 2008

Ende September war Tag des offenen Denkmals, und das war Anlaß, sich mal das Funkhaus des ehemaligen DDR Rundfunks in der Nalepastrasse in Berlin anzusehen. Die Kollegen erzählen öfter mal von vergangenen Zeiten, das macht neugierig.






Vor dem Pförtnerhäuschen hatten sich die Teilnehmer an der Führung über das Gelände gesammelt, einige Leute kamen noch unangemeldet hinzu. Die mussten jedoch wieder umkehren. Es war das 2. Mal, daß das Funkhaus am Tag des offenen Denkmals teilgenommen hatte, und im Jahr davor war der Ansturm enorm gewesen, und für die ehrenamtlichen Helfer, die die Führungen machten, war es eine große Anstrengung.

Also hat man in diesem Jahr Termine vergeben, und es war sehr angenehm, diese Führung in einer relativ kleinen Gruppe von vielleicht 25 Leuten zu machen.

Es war nicht etwa so, daß zum Eintritt auf das Gelände die Schranke geöffnet wurde, nein, wir sind alle durch das Häuschen geschleust worden.

Nach einem Gang über das Gelände ...



...kamen wir hier an:

Es erwartete uns ein freundliches Foyer mit einer Wand von verschiedenen Uhren:



Zwei davon musste ich mir näher ansehen, diese, weil ich sie ausgesprochen schön finde:


Und diese hier war hat man beim Gang durch die Gänge immer wieder gesehen, die Felder unter dem Zifferblatt sind eine Art "Rufanlage", die verschiedenen Ziffern waren verschiedenen Abteilungen zugeordnet, und wenn z.B. dringend ein Techniker gebraucht wurde, leuchtet an der Uhr die entsprechende Ziffer.

Nachdem wir einige Gänge abgelaufen waren -



-die meisten Türen waren geschlossen- ein Teil der Räume ist vermietet, ein anderer Teil einfach nur leer- kamen wir in ein Studio. Der Regieraum war leergeräumt, das Studio im Prinzip auch, die Wandverkleidung war noch vorhanden.





Schon komisch,wenn man sich vorstellt, daß hier mal Betrieb war...

Danach wurden wir zu einem Raum gebracht, der als der "Pillensaal" bezeichnet wurde. So richtig konnte ich mir diese umgangssprachliche Bezeichnung des Konferenzraums nicht erklären, bis wir auf die Decke hingewiesen wurden.Das sieht wirklich aus wie viele kleine Tabletten.

Die Bestuhlung dieses Konferenzraums ist noch original. Wenn ich mich nicht sehr täusche, habe ich ca. 60 Stühle um den Tisch herum gezählt.

Nachdem wir einen weiteren Gang genommen hatten (meine Orientierung war schon lange dahin), landeten wir im Foyer zum großen Sendesaal.


Dieser Saal war ja der Hauptgrund, sich das Funkhaus anzusehen. Er ist bekannt für seine gute Akustik, und rein optisch ist er nicht zu verachten.
Hier die beiden Fenster zum Regieraum, ganz hinten ist ein Teil der Orgel zu erkennen. Es sind ja auch 2 Menschen auf dem Foto, da kann man sich eine Größenvorstellung machen.



Danach sind wir noch ein bißchen über das Gelände gelaufen , es liegt direkt an der Spreee und hat viele Grünflächen zwischen den einzelnen "Blöcken" (=Gebäudeteilen). Schade, daß man das Gelände nicht vernünftig saniert hat und weiterhin für Rundfunkzwecke genutzt hat. Für die Leute, die da jahrelang gearbeitet haben, muß es bitter sein, das so verfallen zu sehen.



25.8.08

Nadeleien aus dem Urlaub

So, das neue Bügeleisen ist erstanden, und ich kann zeigen, was ich im Urlaub gestickt habe.
Dieses sind 2 maritime Bildchen von Permin, die in einer Packung zusammen sind. Der Stoff ist leider Aida, aber da ich vermute, daß ich Kissen daraus mache, ist Aida vielleicht gar nicht mal so schlecht, das knüllt nicht so sehr. Witzig fand ich, daß Himmel und Meer aus halben Kreuzstichen in unterschiedlichen Richtungen gemacht wurden. Körbe und die Flechtwand auf dem 2. Bild sind mit ganzem Faden gestickt, das hatte mich erst mal etwas verwundert, es sind aber nur senkrechte Spannstiche, durch die die waagerechten Fäden richtig gewebt werden. Der Effekt ist gut, weil das dann auch ein bißchen erhaben ist.




Gesockt habe ich auch, das erste ist das Juli-Muster aus der Socken- Kreativ-Liste, ich denke mal, daß das mindestens noch ein Weihnachtsgeschenk in dem Muster geben wird. Diese hier gebe ich aber nicht her, das sind MEINE!



Lizzies habe ich jetzt auch, das war das Mai-Muster aus der SKL, das ist wieder so ein Fall von "sieht im Original besser aus". Ich finde, Socken sind wesentlich schwerer zu fotografieren als Stickereien.

Und diese hier werden demnächst verschenkt, sie sind aus einem Lea- Heft "Socken und Söckchen", und ich finde sie einfach nur niedlich.


24.8.08

Nordsee- Urlaub 2008

Zugegeben, die Bilder gleichen sich, wenn auch in diesem Jahr das Wetter nicht immer sooo prickelnd war. Einen Tag haben wir tatsächlich am Strand verbracht, mit aufgebauter Strandmuschel und im Badeanzug und mit Wattenlaufen. Die anderen Tage waren eben anderen Aktivitäten gewidmet. Die Herren hatten ihre Fahrräder mit und haben einen Tagesausflug nach Pellworm gemacht. Ich hatte mir für diesen Tag einen besonders ausführlichen Spaziergang mit dem Hund über die Felder vorgenommen. Von Österdeichstrich nach Büsum, dann weiter nach Westerdeichstrich, dort am Deich eine nette Bank suchen und das Buch herausnehmen. Nach einer halben Stunde regneten wir das erste Mal ein, in Büsum habe ich mich dann eine dreiviertel Stunde untergestellt, weil es stürmte und der Regen eher waagerecht kam. Das Nette daran war, das man ausführlich beobachten konnte, wie die Leute mit dem Regenschirm kämpften, es gibt doch tatsächlich immer wieder Leute, die meinen, sie kämen damit im Wind zurecht. Nach 5 Stunden auf den Beinen sind wir ohne Pause auf dem Deich wieder zu Hause gewesen. Auf Pellworm war's trocken.






Eric war den ganzen Urlaub über fit wie ein Turnschuh, nach einem knappen jahr war er wieder beschwerdefrei. Keine Müdigkeit, kein Mittagsschlaf, er ist von sich aus auf die Idee gekommen, daß man ja draußen mal eine Runde Ball spielen kann. Hoffentlich hält sich das Schilddrüsenproblem auch hier so, das wäre toll. Im nächsten Jahr fahren wir über Ostern an die Nordsee, dort gibt es nämlich so gut wie keine Birken, und wir hoffen, daß die Dinger dann hier blühen.

Mein Foto- Handy hat im Bildbearbeitungsprogramm eine Funktion, die ich bisher missachtet hatte, nennt sich "Cartoon", und ein Foto sieht dann so aus:


In Husum gibt es ein sehenswertes Schifffahrtsmuseum,
dort ist auch das Ülvesbüller Wrack zu sehen. Und auch Gegenstände, die man in der Nähe des Wracks mit geborgen hat, z.B. von den Matrosen gefertigte Schnitzereien aus Walfischzahn. Sind das nicht unglaubliche Kunstwerke?


Und jede Menge Schiffsmodelle. Beachtet bitte die Besatzung, die für das obere Modell vorgesehen war (Foto vom Schild unten)Und ein Modell der Vasa hat es da auch. Da hatte ich ja vor 2 Monaten das Original in Stockholm im Vasamuseet gesehen. Logisch, daß das Original beeindruckender war.

Ach ja, einen Regentag hatten wir noch im Landwirtschaftsmuseum in Meldorf verbracht. Wir waren vor ein paar Jahren schon einmal da, irgendwie ist es trotzdem wieder interessant gewesen, zumal die Jungs ja nach dieser Zeit einen anderen Blickwinkel bekommen haben und auch ein anderes Interesse.
Und nicht vergessen wollen wir den Besuch im Büsumer "Blanken Hans", der Sturmflutenwelt.
Wenn ein Museum es schafft, einen 13jährigen, einen 16jährigen und 2 Erwachsene über mehrer Stunden zu beschäftigen, dann muß es toll sein.

Tja, ansonsten habe ich 2,5 Paar Socken gestrickt, 2 Bilder gestickt, die kann ich aber erst nach dem Bügeln zeigen. Nach dem Urlaub geht ja immer erst mal ein wichtiges Haushaltsgerät kaputt, in diesem Jahr sind wir gut dabei weggekommen, es war lediglich das Bügeleisen, das sich vorhin mit Gestank verabschiedet hat. Also werde ich morgen den Elektronikmarkt meines Vertrauens aufsuchen und ein neues kaufen.

16.7.08

Das neue Boot



Es sollte wenigstens mit ein paar Bildern vorgestellt werden. Letztes Wochenende war ich mit am See, um es anzusehen, und ich war total begeistert. Man kann sich darauf bewegen, und es gibt sogar eine kleine Kajüte. Das Einsteigen ist kein Wagnis mehr, und wir haben schon durchgespielt, wie wir den Hund da rauf kriegen. Logisch war, daß es direkt anfängt zu schütten, wenn ich mir das gute Stück das erste Mal ansehe, aber der Sommer ist ja noch nicht vorbei.

Neue Gartenbilder

Es ist mal wieder Zeit für Gartenbilder, wenn ich schon in den letzten Wochen jeden Abend mit Schlauch oder Gießkanne verbracht habe.
Ich hatte mir eine Passionsblume gekauft. Letztes Jahr war ich noch der Meinung, daß diese Blume und ich nie Freunde werden können, diese Blume sah so aus, also ob sie in meinem Garten direkt eingeht. Und in diesem Jahr habe ich dann eine erstanden, sie an meinen Zaun gesetzt, da scheint sie sich auch wohlzufühlen.


Und dann ist da noch der neue Sommerflieder, den die Kollegen dem Gatten zum Geburtstag geschenkt hatten:
Nicht zu vergessen: Princess Diana, sie fühlt sich wohl am Carport, alle anderen Clematis hatten sich bisher so verhalten, wie ich es von der Passionsblume erwartet hatte:
Und außerdem haben wir jetzt schon im dritten Jahr Froggy im Teich, ich denke zwar immer, er müsste sich einsam fühlen, aber er hält durch. Bei Sonne sitzt er auf den Steinen, und wenn man ihm zu Nahe kommt, hört man nur noch einen Platsch.

10.6.08

neue Socken braucht der Clown

Füße wachsen, besonders, wenn man 13 ist und im Moment ist nicht das Wetter für Wollsocken, aber mit der Baumwollmischung ist das schon angenehmer im Turnschuh. Der Schaft nicht zu hoch, aber auch nicht zu knapp, so daß es etwas sportlicher aussieht. Und Mama schmeißt die Turbonadeln an für das nächste Paar....

25.5.08

Ganz faul war ich nicht

Naja, hier ist auch immer irgendwas los, im Moment sind mal gerade wieder Renovierungsarbeiten angesagt, und der Garten braucht abends auch immer ein bißchen Zeit, es dürfte eigentlich mal wieder regnen.


Egal. Gestickt habe ich in den letzten 4 Wochen ein bißchen, die Lulu belle mit Rosen hatte es mir angetan. Dadurch, daß ich ein paar Tage vor Muttertag (in dem Jahr war das sowieso merkwürdig durch das Zusammentreffen mit Pfingsten) natürlich erst mal wieder in die Füße kam mit dem Anfertigen von Geschenken, und ich dann ins Strickfieber geraten bin, stagniert die Lady etwas, aber ich bin zuversichtlich, daß sie bald Rosen bekommt.



Davor hatte ich mir eine Kette gehäkelt, die eigentlich so gut wie meine Lieblingskette geworden ist, ich finde diese Magnetverschüsse so klasse, dieser hier ist nun auch noch anthrazitfarben eloxiert, sieht toll aus. Klar, daß die Farben in Natur noch viel besser sind als auf dem Photo?



Gestrickt hatte ich mir als erstes die März-Socken aus der SKL-Liste, ich habe ein bißchen rumgepfuscht, weil mit Größe 41/42 muß man die Anleitungen meistens ein bißchen abwandeln, hier war es denn eben so, daß auf dem Oberfuß nur ein Mustersatz überblieb, aber das steckt ja eh im Schuh. Ich glaube, ich würde es, wenn ich es noch einmal machen würde, anders einteilen.
Und für den Pfingstsonntag brauchte ich 2 Paar Socken, einmal für meine Mutter, und das andere für die Schwiegermutter, statt Blumen beim Besuch sozusagen.

Angefangen hatte ich damit:


Beim Stricken habe ich gemerkt, daß ich dieses Knäuel in diesen Farben eigentlich mal für mich gekauft hatte, und daß ich keine Lust hatte, es zu verschenken. Also wurden die auf Eis gelegt, und da liegen sie, ehrlich gesagt, auch noch.

In Rekordzeit habe ich dann 2 Paar Socken dieser Art zum Verschenken gemacht (die für meine Mutter habe ich vergessen zu fotografieren)


Auf dem Weg zu Schwiegermutter (3 Stunden Autofahrt) habe ich natürlich auch gestrickt, die Füsse des Jüngsten sind jetzt auf knapp 43 angewachsen, und sommerliche Baumwolle sollte es sowieso sein, ich weiß, daß er gelb-orange mag, also habe ich auch angefangen, das Hebemaschenmuster, das ich bei Brigitte gesehen habe, nachzuarbeiten. War ja auch alles ganz ulkig zu stricken, außer der Tatsache, daß bevor ein Farbrapport abgeschlossen war, ein Knoten in der Wolle war und ich erst mal forschen musste, wie der Rapport denn nun tatsächlich verläuft und der Tatsache, daß der Knabe mit seinen fast 13 Jahren meinte, die sähen ja gerade mit dem Muster doch ein bißchen nach Mädchen aus. Ich hatte es mir - ehrlich gesagt- schon gedacht, und so ganz traurig war ich nicht, daß ich die dann für mich fertiggestellt hatte. Inzwischen hatte ich mir noch den "Genialen Sockenworkshop" zugelegt und war baff, wieviel verschiedene Sorten Fersen es gibt. Also habe ich gleich einmal mit der Herzchenferse angefangen.




Der Knabe Eric signalisierte Not, seinen Sockenvorrat betreffend, also habe ich gestern Abend während "Allemagne 12 points" (naja, wohl eher weniger) mich mit dem "italienischen Anschlag" beschäftigt, der soll wesentlich elastischer sein als der klassische Anschlag. Es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert habe wie es geht (die Glotze grölte weiter in der Zeit), aber jetzt bin ich total begeistert.

Ach ja, und weil ich so viel von Lornas Lace gehört habe, hatte ich mir auch welche bestellt, eigentlich sind die versandkosten aus dem USA gar nicht sooooo schlimm. Ich habe aber noch nicht gewickelt, ich finde die so erst mal so schön.



Und dann haben so viele über Maschenmarker aus Perlen gesprochen, und mir fielen die Ohrhaken wieder ein, die ich vor Ur-Zeiten schon mal erstanden hatte, die aber nicht nickelfrei sind, also habe ich die mit den größeren der böhmischen Glasperlen, die nicht so unbedingt zum Verhäkeln von Ketten geeignet sind, kombiniert, bereits ausprobiert und für gut befunden.
Eigentlich habe ich das ganze nur geschafft, weil die Firma Microsoft für ihr Sch**** Vista ein Update gemacht hat, das mir mein DVD-Laufwerk außer Gefecht gesetzt hat, und sich das ganze nur durch ein "Neu-Aufsetzen" beheben ließ. Ich bin nicht soo mit der Energie da ran gegangen, weil ich einfach zu grummelig war.

Für's I-net und e-mail reichte die alte Kiste noch, das hatte erst mal genügt.


17.4.08

Der kalte April..



..hat auch seine Vorteile, dieser Rhododendron, der sehr zeitig blüht, ist dieses Jahr nicht zu stoppen. Das Witzige daran ist, daß die Knospen knallrosa sind, die Blüte dann aber doch fast weiß.


Und als neueste Erscheinung in unserem Garten gibt es dies:







Unsere Fahrradhütte. Sehr praktisch, sieht von der vorderen Seite aus wie ein kleines Haus, ist aber von der Seite her offen, so daß man die Fahrräder dort abstellen kann, die Biertischgarnitur liegt drinnen, unter dem Giebel ist die Leiter, rechts daneben ist der Dachkoffer für den VW-Bus untergebracht, der für Urlaubsfahrten zu fünft notwendig war. Auf dem Dach rankt der Knöterich, der rankt sowieso überall, das sieht da aber wirklich nett aus, und, weil die Hütte offen ist, rankt der Knöterich auch ein bißchen unter dem Dach und am Dachkoffer.


Vor 2 Wochen beim Sonntagsfrühstück (von meinem Essplatz aus sehe ich auf die Vorderseite der Hütte) sah ich einen relativ großen braungemusterten Vogel mit Zweigen im Schnabel in der Nähe des Dachkoffers, und ich habe spontan verkündet, daß der Dachkoffer wegen Nestbaus vorläufig nicht benutzt werden könnte. Abbildungen der heimischen Singvögel wurden zu Rate gezogen und man kam eindeutig auf das Ergebnis, daß es sich um eine Nachtigall handeln müsste.


So weit so gut, heute abend stand der Gatte am Küchenfenster und fragte, ob ich denn noch mal gesehen hätte, daß der Vogel dort gelandet wäre, er würde sonst am Wochenende doch den Knöterich beschneiden. Auf einmal sahen wir beide das:



Vollkommen offen, vorne auf dem Balken liegend ein schickes Nest, mit Moos gepolstert.
Nun sind wir gespannt, ob es auch genutzt werden wird, einen Tribünenplatz am Esstisch haben wir ja.